316auf diese Art von dem andern hintergangen wor-ben, er kein Zutrauen mehr in der Folge zusolchem Menschen haben könne, sondern jeder-zeit wenigstens daran zweifeln müsse, ob es ihmdann wol würklich so bedacht sey. Nichts ist hie-bei dem Erzieher leichter, als aus der Ge-ſchichte eine Menge frappanter Beiſpiele anzu-führen, wo Menschen, wenn sie es selbst gutmeinten, ihren Credit und dadurch ihrer gan-zen Zweck verlohren, daß ſie der Warheit nichttreu geblieben waren, zum unumstöslichen Be-weiß also, daß Lügen, wenn sie schon keineböse Absicht zum Grunde hatten, sich selbststrafen, und Verachtung wie auch Entfernung vomZiel, auf die Dauer ganz gewiß nach sich zie-hen. Hieraus und aus anderen Ihnen hin-länglich bekannten Seiten, läst sich nun leicht-lich dem Kinde, der Vortheil des Warheitrewiedens und der daraus fliessenden Festigkeit;auch der Nachtheil der Lügen und damit verbun-denen Falschbeit, anschaulich darstellen. BeimHange der Menschen (und fürnemlich der nochmehr leichtsinnigen und furchtsamen Kinder)jedes augenblickliche anscheinende Gute zu geniessen, kan es aber nicht fehlen, daß vieleKinder sehr leicht verführet werden die Un-warheit zu sagen, um sich aus einer Verle-genheit heraus zu helfen. Da dieses alsovon einer falschen Empfindung entspringt, jedeſalſche Empfindung aber immer mit ꝺer Zeitstärker wird, wenn man sie nicht hinreichendbestreitet, so sehen Sie den Grund, warum dasLügen
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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