513warhaften Abdruck desselben, so gar in Klei-nigkeiten, liefert. Ich kenne welche, die imAlter ihrem schon lange verstorbnen Vater soähnlich geworden, daß sie nicht allein im re-den, sondern auch im schreiben es ihm gleichmachen, und gewiß, ohne dieserhalb die ge-ringſte Bemühung angewendet zu haben. ImFal nun eine angeerbte böſe Seite beimKinde entdecket würde, müste man natürlicherWeiſe ſich ganz anders verhalten, und zwarmit der äussersten Sorgfalt jeden Ausbruch ei-nes solchen Fehlers zu verhüten trachten; abernicht anders als mit doppelter Klugheit diestrengeren Mittel, wann sie nöthig seyn solten,anwenden. Zuweilen kan aus dieser angeerbtenDisposition ein anderes drittes und verlarvtesUebel entstehen, wovon aber der eigentlicheGrund dennoch in obgemeldter angeerbten Dis-position lieget. Dieser Fal ist schon beschwer-licher. Wenn z. E. dem Sohne, von gewissenSeiten, der Fehler des Vaters sehr drükendwurde, so wird nicht leicht dieser Fehler beimSohn, wenn er ihm gleich angeerbt ist, vonden nemlichen Seiten sich zeigen, sondern anganz anderen Seiten ausbrechen. Nicht leicht3. E. ist der Sohn von den nemlichen Seitengeitzig, oder verſchwendriſch, von welchen derVater es wär. Hieraus entsteht 's oft, daßder Sohn, durch das von dieſen beſtimten Sei-ten sich zeigende abstechende in seinen Hand-ungen völlig verkannt wird; da doch im Grun-de bei ihm die moralische Krankheit eben so5 1wol
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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