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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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510hung gewisser Freuden; oder, eine dem Kindeempfindliche Zurückhaltung, und anscheinenderKaltsinn seines Mentors; oder auch irgend ei-ne öffentliche Beschämung, richten hier mehren-theils, wenn nur die Erziehung planmäßig be-sorget wird, das nöthige aus. Locke sahe,daß die Kinder bei einer Persoa von Stande,hinreichend von dieser Seite dadurch in Zügelgehalten werden konnten, wenn man sie nachdergleichem begangenen Fehler ohne Schuhe zugehen, zwang. Die allerglücklichste Methode istaber wol diese, wo man dem Kinde unver-merkt einen unwiderstehlichen Eifer beizubring-gen sucht, gewisse nützliche Sachen zu lernen;und nachher bei bemerkten ähnlichen Fehlernden Vorwand nimt, daß man sie bis zur be-wiesenen mehreren Ueberwindung solcher Fehler,zu ungeschickt noch glauben müsse, dergleichenSachen zu erlernen, und man folglich gezwungenwäre, ihnen bis dahin den Unterricht darin zu ver-sagen. Unterdessen ist es an der andernSeite auch gewiß, daß, eben so wie es Krank-heiten giebt die jedem Alter eigen sind, unddie mit zunehmenden Jahren von selbst verglhen; auch leichtere moralische Fehler bei denKindern angetroffen werden, die aus ihrem Al-ter entspringen, und die der Erzieher nicht mitGewalt behindern, sondern bei welchen er nurverhüten mus, daß sie sich nicht mit anderenFehlern verwickeln und dadurch nach und nachder Natur des Kindes eigen werden, oder sonstdem Kinde auf eine andere Weise, den morali-schen