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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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505der äussersten Nothwendigkeit, wenn das Kindüberal, und selbst im verborgenen sol lernen tu-gendhaft seyn, dasselbe nach Maasgabe derEntwicklung seiner Fähigkeiten, nicht allein mitdein relativen der verschiedenen Begriffen vonEhre; sondern auch mit den höheren Triebendazu wohl bekannt zu machen. Das Kind musdaher gewöhnet werden nie etwas wegen blos-sen Lobes, oder Tadels zu thun, oder zu las-senz sondern jederzeit wohl zu überlegen, welchenEinfluß das eine oder das andre auf ſein Glück undVergnügen haben könne. Erstere Bewegungsgrün-de sind leer, und so bald das Kind sich dar-nach auch nur von einer Seite zu handeln ge-wöhnet, legt es in sich den Grund zum Leicht-sinn. Daß die christliche Religion diese höherenTriebe eigentlich ausliefert, wissen Sie. Ja,diese fordert als eine der Hauptpflichten, daßman suchen solle in anderen Menschen diesenTrieb zur wahren Ehre aufkeimen zu machen,und andere Menschen durch sein eignes Bei-spiel zum Guten anzuspornen. Diese Gottes-lehre ist das non plus ultra der hiesigen sub-lunarischen Moral, und enthält die stärkstenTriedfedern, um überal=Gutes zu thun. Einſolcher Ehrgeitz, und der Haupttrieb des Men-schen sich zu vervolkommnen, Gotte ähnlicherzu werden, sind es nur allein, welche demMenſchen die gehoͤrige Feſtigkeit geben, um inallen und jeden Fällen denjenigen Widerstandzu leisten, und diejenige Verläugnung auszuü-ben, welcher er auf dieſer Welt fähig iſt.Ehe