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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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504wegen ist es durchaus nothwendig, daß die Er-zieher nie ihre Kinder aus der Acht lassen,und noch am allerwenigsten sie der Aufsicht desGefindes überlassen, indem daraus nichts wieDisharmonie entspringen kan. Unterdessenhandeln diejenigen Eltern; oder Erzieher sehrzweckwiedrig, welche von ihren Zöglingen, ausdem Grunde Verläugnungen forderen, damit sie,die Erzieher selbst, von ihrer Erziehung Ehre habenmöchten. Welchen schädlichen Eindruck musein solcher von den Eltern angegebener niedrigerBewegungsgrund nicht auf das Gemüth desKindes machen, und den Grund zu einem nie-drigen Egoismus legen? Dergleichen Elternerziehen auch mehrentheils ihre Kinder zufen, um sich eine kurze Zeit an ihnen, und andem niedrigen Beifal des kurzsichtigen Publi-kums darüber beluſtigen zu können. SolcherEltern Liebe zu ihren Kindern, ist aber nichtswie Fratzenliebe, die am Ende den KindernLeiden und Unglück bringt. Denn wo der Ehr-geitz nicht auf andere Gründe, als dergleichenniedrigen Egoismus beruhet, da bringtnicht allein nicht die gewünschte, sondern oftentgegengesetzte Würkungen hervor. Die Ge-schichte alter und neuer Zeiten liefert hier Bei-spiele in Ueberfluß, so wol: von sonst gutenMenschen, wie z. E. dem Themistokles; undvon bösen, die zulezt aus niederträchtigerRaub= oder Regierſucht, alles ihrem Triebeund Begriffen von Ehre aufopferten, wie einKatilina und andere. Es ist daher vonder7