503be, welche auf Außichten in ein anderes Leben,und Verlangen nach Vereinigung mit Gott,hauptsächlich sich beziehen müssen.Selbst Sokrates, der Stifter der plato-nischen Philosophie, fühlte, ähnliche Triebe insich, und ließ sich lieber ausspotten, als derHofnung, Gotte einmal näher zu kommen, ihmähnlicher zu werden, zu entſagen, — Die gan-ze Sache beruhet alſo darauf, auf alle Weiſezu sorgen, daß die Kinder, so lange selbigeselbst, noch nicht im Stand sind, die Richtig-oder Unrichtigkeit der Begriffe von Ehre einzu-sehen und zu beurtheilen, sich um keiner ande-rer Menſchen Beifal zu bewerben trachten, alsum den ihrer Erzieher. Je stärker dieser Trieb inden Zöglingen erwecket werden kan, desto län-ger bleibt ihnen nachher der Haß und Abscheufür schlechte Handlungen. Hievon liefertuns der Sohn des Cicero ein auffallendes Bei-spiel; (a) indem er seinem lieben Tiro, aufwelchen sein Vater ebenfals so viel hielte, schrift-lich und von freien Stücken bezeugte, daß erseinen begangenen Fehlern dermassen Feind wä-re, und sich wegen derselben so schämte, daßer weder den Gedanken, noch sonst eine andereErinnerung daran ertragen könne. Eben des-wegen(a) Cic. Epist. ad fam. I. XVI. Epist. XXI. Tantumenim mihi dolorem cruciatumque attulerunt errataætatis meæ, ut non solum animus a factis, sed au-res quoque a commemoratione abhorreant.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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