501auf dieser Welt, kraft wesen jeder dem anderenetwas aufopfern mus; daß aber auch jedevernünftige Aufopferung an der anderen Seite,wieder unmittelbares Vergnügen nach sich ziehe.Daß ferner unſer ganzes Leben nichts wie eineaneinanderhangende Uebung in der Abwechs-lung von Genuß und Verläugnung sey, undnur allein derjenige Menſch auf dieſer Weltglücklich genannt, und moͤglichst zufrieden wer-den könne, welcher sich hierin bis auf denGrad geübet hat, daß er in jeder Lage sichbegnügen lassen könne. Hier giebt aber die ge-offenbarte christliche Religion die eigentlichenwahren Aufschlüsse, wie auch Vorschriften, undin allen Gelegenheiten würksame Bewegungs-gründe, wenn nur der Mensch selbige mit Aufrich-tigkeit, ohne Vorurtheil und mit Vorbeigehungaller Menschensatzungen untersucht.Eine sehr starke Triebfeder um den Men-schen zum Gehorsam und zu der daraus fließenderBeständigkeit und Uebung, in leichter und fertigerVerläugnung und daraus entspringender Festig-keit anzuhalten, liegt in einer klugen Lenkungder Begriffe von Ehre und Schande. Hiebeisind aber einige sehr wichtige Punkte wohl zubeobachten. Zuvörderst ist es eine Hauptsachedafür zu ſorgen, daß das Kind richtige Be-griffe von Ehre und Schande habe. Wie sehrdiese relativ und verschieden seyen, wissen Sie.Der Beifal der Menſchen kan daher demKinde eben so schädlich, als nützlich werden,Denn
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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