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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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498damit es dies oder jenes thue. Ein solcherBewegungsgrund ist sehr schädlich, indem erdem Kinde fremd, mit seiner Natur nicht über-einstimmend, und nicht anhaltend würkend ist.Das Kind wird dadurch vielmehr von dem ihmnatürlichen Triebe, welchen der Urheber derNatur in dasselbe gepflanzet, jedes gute, ausErkenntniß seines eignen, mit seinen Bemü-hungen unmittelbar verbundnen Interesse zuthun, entfernet; da ꝺoch alles, ja ꝺer ganzZweck des Plans Gottes mit dem Menschen,von der gehoͤrigen Festigkeit und Naturalisationdurchdieses Principiums abhängt; hingegenundsolche, blendende Nebentriebe, gefährlicheundschädliche Lüste in dem Kinde genähret,mehres gereitzet wird, seine Einbildungskraftzu spannen, die versprochene Sache nicht mehrin ihrer Beziehung, als Bedürfniß gehöriganzusehen und zu begehren; sondern selbigeweit über ihren Werth zu schätzen, und demGenuße derselben nachher viel wesentlichere Sa-chen bei anderen Gelegenheiten aufzuopfern.Aus diesem Grunde mus man selbst mit denen,dem Kinde nothwendig zu vergönnenden Er-götzlichkeiten, obigem Grundsatze gemäß verfah-ren. Denn man sol selbige dem Kinde nichtallein gönnen, und zur rechten Zeit verschaf-fen, sondern ihm so gar zeigen, daß es ihrerbedürfe, um seine Kräfte zu erholen, weil esdurch allzu lange und zu heftige Anstrengung,von seinem, wahren Nutzen bringenden Zweck, sichnur weiter entfernen würde. Auf solche Weiselehre