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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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495Festigkeit von Seiten des Erziehers ankomme,brauche ich Ihnen gar nicht zu sagen. Gewißmuß der Erzieher in der Verläugnung ſeinerselbst fest seyn, und das Kind durch sein Bei-spiel dazu aufmuntern. Endlich ist nichts wah-rer, als daß derjenige, welcher anderen befeh-len wil, vorher lernen müsse, gehorchen.Da der eigentliche moralische Werth ei-ner jeden Handlung, des zu raisonniren auchnur anfangenden Menschen allein in seiner Ab-sicht bestehet, so sehen Sie, wie wichtig es ist,alles mögliche anzuwenden, um den Kinderngehoͤrige Bewegungsgründe einzuflößen. Hierkomt es aber ganz erstaunlich auf Klugheitvon Seiten des Führers an. Denn im ge-wißen Verstande muß man bei jeder Erzie-hungsart sich gewißer besonderen Bewegungs-gründe, wenigstens einer ganz verschiedenen Mo-dification derselben bedienen, wenn die Erzie-hung Planmäßig volzogen werden sol, d. i.wenn die zwei aussersten Punkte der Erziehungin gerader Linie auf einander gerichtet seynsollen; denn, sonst läuft man mit dem Zöglinglauter krumme Linien ins Kreutz und in dieQueere, und mehrentheils ist Verwirrung dasEnde. Die erſte Hauptregel hiebei, auf wel-her jede andere als auf der wahren und un-beweglichen Stütze ruhen muß, ist nun unstrei-tig dieſe: dem Kinde keine andre, als der jetzi-gen und zukünftigen Bestimmung angemesseneAbsichten und Bewegungsgründe zu Triebfe-dern