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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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493es sich von selbst, daß nach Maasgaabe, wieihr Vermögen zu urtheilen zunimt, man sie,ohne daß sie es merken, nach und nach in denFal setzen müsse, selbst hierüber zu urtheilen.Nicht weniger muß man bei jeder bemerktenmehreren Entwicklung der Seelenkraft des Kin-des, hauptsächlich darauf bedacht seyn, es füh-len zu machen, daß der ihm gegebene Befehl,eigentlich nur ein für sein Wohl höchstnöthigerRath sey. Wenn man sich zum Gesetz machtden Kindern, bei jeder moͤglichen Gelegenheitdieses zu zeigen, dann werden die Eltern ander einen Seite nicht so leicht in dem Fal sichfinden, ihrem Kinde einen übereilten und zweck-widrigen Rath gegeben zu haben und ander anderen Seite wird das Kind immer auf-merksamer, und auf die Ausübung selbst eifri-ger werden. Zu gleicher Zeit wird es dadurchviel geschwinder nützlich raisonniren lernen, in-dem nichts dasselbe mehr dazu anspornen kan,als der Trieb über sein eignes Intereße zu rai-sonniren.Einige Eltern und Erzieher gehen aberan der anderen Seite darin zu weit, daß sieglauben, sie müſten jedem vom Kinde bezeig-ten gleichgültigen oder ſchädlichen Begehren ſichwidersetzen, und solches gleich abschlagen. Sobald das Kind in einem heftigen, Herrschuchtanzeigenden Ton etwas begehrt, dann darf manfreilich dem Kinde solches durchaus nicht ge-ſtatten; ſchlägt man ihm aber alle ſeine Bit-ten