492diejenige ruhig vorbei gehen lassen, von welchensie wissen, daß sie nach erhaltener ersten ab-schlägigen Antwort nichts bekommen werden,können hier zum Beweis dienen. Ausserdemmuß ich Sie aber bitten, hiebei zu bedenken,daß es bei dieser Art Begierden eben so gehet,wie bei den übrigen Empfindungen, daß nem-lich je mehr und länger der Mensch etwasbegehrt, der Wunsch darnach auch sodann destoheftiger werden müsse. — Sie sehen daher nun-mehr unleugbar, daß man die Kinder in allendenen Stücken, worüber sie noch nicht hin-reichend urtheilen können, in Zwang haltenmüsse; und daß diese Furcht und Unterwuͤrfs“keit von Seiten der Kinder gleich bei ihren er-ſten Empfindungen mit aller Feſtigkeit dergstalt eingepräget werden müsse, daß ihnen sel-bige nicht fremd, sondern gleichsam zur ande-ren Natur werden. — Woher Locke dann sagt (³)Si les Enfans sont accoutumés à la soumis-sion & à l'obéissance par la conduite fermede leurs Parens, avant qu'ils puissent se res-souvenir du temps auquel on leur a imposécette neceſſité, cet état leur paroîtra patu-rel — la seule chose à quoi il faut prendregarde, c'est de commencer de bonne heure àinspirer cette soumission aux Enfans, & dene se relacher jamais en la moindre chose.jusqu'à ce que la crainte & le re$pect leursoient comme familieres.“ Jedoch versteht(4) De l'Education. T. I. S. XLV.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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