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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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487derspenstigkeit mehr zeigen, sondern gleich nach-geben, ſo bald es den Willen ſeines Erziehersmerkt. Sol hingegen das Kind angehaltenwerden etwas zu thun, was es nicht thunwil, dann mus man freilich schon anders ver-fahren, indem man sodann nicht eher vom Kin-de ablassen mus, bis es solches gethan hat.Hier mus der Erzieher sich nur mit Geduldwafnen und den Versuch so oft wiederholen,bis das Kind gehorchet hat, und solte er auchStunden lang damit anhalten müſſen. Sobald das Kind einmal nach einem oder mehre-ren Versuchen sich überzeuget hat, daß es docham Ende dem Willen seines Erziehers gehor-chen mus, wird es das unangenehme des langeanhaltenden Widersetzens für viel schlimmer hal-ten, als das unangenehme, so ihm in der Er-füllung der von ihm geforderten Sache anſchei-net. Auf diese Art kan man die Kinder mitleichter Mühe gewöhnen, allerlei auch übelschmeckende Arzneien zu nehmen; öfters ist esmir auf diesem Wege gelungen, ganz verzärtel-te Kinder, die zu der Zeit nicht bei ihren El-tern waren, dahin zu bringen, Arzneien nachmeinem Wunsch zu nehmen, die doch ohnersachtet aller Bitten ihrer Eltern vorhin dazunicht zu bewegen waren. Wie wichtig aberschon lezterer Punkt sey; ist nicht zu läugnen,wenn man nur bedenkt, wie manches Kindaus Eigenſinn, weil es keine Arzneien, oderauch nur die gehörige Menge von Trank zuch nehmen wil, stirbt, welches doch ſonſt leichtgeret⸗