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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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38rihn nothwendig ist, um den für ihn möglichstbesten Endzweck erreichen zu können. So balder so handelt, kan er nicht anders, als seinerNatur, mithin seiner Bestimmung gemäß han-dein. Sie ſehen hier gleich die Gränzen desGehorsams, für jeden freien und aufgeklärtenMenſchen. Die mögliche Erreichung des beſtenEndzwecks, sol immer Beweggrund und Be-ſtimmung, wann und wie viel der Menſch ge-horchen ſol, abgeben. Da nun jeder Gehor-sam, mit einem Zwang verbunden ist, welchender Mensch durch Uebung zu überwinden ler-nen mus, so sehen Sie ein, daß entweder derMensch gleich von Anfang, die deutlichste, über-zeugungvollste Einsicht in die Nothwendigkeitdieſes Zwangs, zur Erreichung der beſten Abſicht,in sich haben; oder im gegenseitigen Fal, durcheine ausser ihm befindliche Kraft dazu angehal-ten werden müsse. Sie müssen jezt ferner ein-sehen, daß je später der Mensch, entweder durchfremde Kraft, oder durch eigne Ueberzeugungdahin gebracht wird, in dieser Verläugnungſich zu üben, es deſto beſchwerlicher, ja faſtunmöglich für ihn werden müsse, es hierin ei-nigermassen weit zu bringen. Denn obzwarich Ihnen im. 18ten Briefe zeigte, daß der Menſcheine Empfindungen beherrschen, d. i. nach Wil-lühr bis auf einen gewissen Grad vermehren odervermindern könne; so ist es doch auch eben sowahr, in der Erfahrung unwidersprechlich undalgemein gegründet, daß so bald der Menschseinen Empfindungen den freien Zügel schiessenläst,