469her ein gesunder Menſch, in allem was ſeinenKörper betrift, durchaus an nichts eigentlichgewohnt seyn, das heißt, er sol nach und nachdurch Uebung diese Fertigkeit erlangen, vonkeiner geringen Stöhrung seiner Ordnung, inseiner Würksamkeit auf einigerlei Weise auf-gehalten zu werden. Man muß daher bei demKinde, zuweilen die Zeit zum Essen einmal ab-ändern, und dieses mit dem Frühstück eben sowol, als bei den anderen Mahlzeiten besorgen.Wie mancher Mensch ist dergestalt gewöhnet,gleich nachdem er aufgestanden zu frühslücken,daß er fast für den ganzen Morgen zu Ge-schäften unaufgelegt bleibt, wenn er eine ge-wisse Zeit damit warten muß: andere, wennsie nicht gerad um den Glockenschlag an Ta-fel gehen, empfinden Unbehagen, Ueblichkeit ꝛc;und essen sodann, nachdem sie länger wie ge-wöhnlich hatten warten müssen, mit einer sol-chen Gierigkeit, daß sie das mehreste ungekäutherunter schlucken, mithin die Unverdaulichkeitunvermeidlich bleibt. Allem diesen komt manvor, wenn man sich hierin nicht an eine ge-wiße beſtimte Zeit ganz feſt gewoͤhnet. Jedochwil ich hiedurch nicht behaupten, daß man insolchen Sachen gar keine Gewohnheit habendürfe — das Gegentheil davon würde im häus-lichen Zusammenleben unüberwindliche Schwie-rigkeiten antreffen. Aber, ich möchte nur, daßman dann und wann einmal diese Ordnung un-terbräche, um sich nur nicht selavisch daranfinden zu müssen. Eben so solte man die Kin-der,
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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