4⁵⁴Veränderung untergehen zu lassen, aus wel-cher wenigstens für eine Zeitlang Unordnung,und daraus entspringende Schwäche herrüh-ren muß. Der Erwachsene, in Pflichten stehen-de Menſch, muß freilich in ſeiner Beſtimmungöfters, seine Gesundheit, ja sein Leben wagenund aufopfern; aber das fält bei der Jugendnoch weg; mithin gehoͤret die nähere Bestim-mung davon nicht hieher. Die Gesetze derKlugheit, und der gerechten Schonung erforderndaher bei den Kindern, daß man bei densel-ben, so viel es nur einigermaßen moͤglich iſtweldiejenigen Veränderungen forfältig meide,che sich ihrem Körper jederzeit schädlich erwi-sen. Es ist dieses bei den Kindern umwichtiger zu beobachten, da ihre Lebenskraf-weit geringer ist; sie also weit schlimmerengen von dergleichen Verſuchen ausgeſetzetkönnen. Und da sie in diesem Alter nicht leichtin den Fal kommen, dergleichen Aufopferungmachen zu müßen, so würde es umoderthörichter seyn, auf Gefahr ihres Lebens,erfolgenden siechen Körpers, dergleichen Versuch-mit ihnen anzustellen; wo doch aller Grund derHofnung da iſt, daß ſelbige mit anwachſendemAlter, und dabei vermehrter Lebenskraft,gleichen, von ihnen auch erst zu dieser Zeitohnefordert werden könnende Aufopferungen,Nachtheil ihrer Gesundheit, oder ihres Lebenswerden machen können. Möchten doch die El-tern immerhin dieses bedenken, und sich erin-nern, daß beim Menschen eine Kraft nach deran
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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