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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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363Menschen sich an jedwede Lebensart gewöhnenkönnen. Aus diesen Sätzen ist schon sehr vielUnheil entsprungen. Denn sehr oft findet manKinder so wol, als Erwachsne, deren Naturso beschaffen ist, daß die durch einen gewissenExceß in ihnen erregte Unordnung, jederzeitZerrüttung, mithin auch wahre Verminderungvon Kraft nach sich ziehet. Andere begehen ei-ge ſichere Ausſchweifung öfters, oder lange hin-tereinander, ohne daß sie etwas böses davonerfahren; zuletzt wird aber der misbrauchteTheil so schwach und reitzbar, daß oft auf ein-mal durch solchen Exceß nun heftige Krankheiterreget wird, wo man doch vorhin in einemviel stärkeren Grade sich demselben ohne Scha-den blos stellen konnte. Eben wenig kan mansich an jede Lebensweise immer gewöhnen. Beijedweder besondern Lebensart werden ja gewißeTheile vorzüglich gebraucht; und einige Aus-führungen vor anderen begünstiget. Wenn abernun bei solchem Menschen diejenigen Theile undOrgane bei seiner Lebensart gröstentheils un-geübt gelassen werden, welche doch der meh-reſten Uebung bedurften, dann ſehen Sie, daßdabei der Mensch sodann nicht stark werdennoch bleiben könne. Wenn Sie ein Kind, beiwelchem die Ausdünſtung nicht gehoͤrig vonſtatten geht, mehrentheils kalt halten, und mitGewalt an die Kälte gewöhnen wollen, dannaufen Sie Gefahr es umzubringen.Es ist und bleibt daher bei der ErziehungJugend ein Hauptgeſetz; ſelbige nie eineVer-