431rückprellt, so sehen Sie auch, daß schwarzeKleidung im Sommer nicht so angemessen ist,als weiſſe. — Eine beſtimte Anzeige wie über-haupt jeder individuelle Mensch sich seiner Na-tur am angemessensten immer kleiden müsse,läst sich eben so wenig geben, als die, wieviel einer essen oder schlafen müße. Da die-ſe Kleidung, Bedürfniß iſt, und letzteres aufder beſonderen Einpfindlichkeit der Haut, wieauch der beſonderen Beſchaffenheit der Säfteberuhet, ſo ſehen Sie, daß es hier gröſtenstheils auf eigne Empfindung ankomme. Hie-hin gehöret aber beileibe diejenige Empfin-ung nicht, welche von einer Verzärtlung her-führt. Jede eigentliche Kälte ist dem Menscheneine widrige Empfindung, welche eben so woldie alle andere Empfindungen, durch die Ein-ildungskraft vermehret werden kan. In demdal kan solche Empfindung aber keine Anzeigelon Bedürfniß mehr seyn; sondern so bald manerselben nachgiebt, wächset die Empfindlichkeit,und mit selbiger die Schwäche, mithin auchdas Unbehagen immer mehr. Um nun dieſeEmpfindung richtig haben zu können, so ist esVatterdings nothwendig, der freyen Luft ge-ohnt zu seyn und selbige gar nicht zu scheuen.Ist dieses, dann kan und darf man sich aufAgnes Gefühl darin verlassen. Man brauchtnemlich sodann nur zu beobachten, ob mangleich beim ersten Eintritt in die Luft, eine un-angeuehme drückende Empfindung der Kälte,bis auf den bekleideten Körper verspühre;Ee2und
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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