439ins im gesunden Zustande unsre Haut dergestaltvergegenwärtigen, daß wir eine dunkle Empfin-dung von derselben bekommen. Diese Empfin-dung kan aber so beschaffen seyn, daß sie miterjenigen einer sonderbaren Leichtigkeit verbun-den ist, und zwar einer ähnlichen, welche aucheim Menschen, dessen unmerkliche Ausdünstungnach Wunsch von statten gehet, sich merkenist. Es ist also nicht wol möglich die Wahr-scheinlichkeit zu läugnen, daß in manchenFällen, die widernatürliche Verminderung derEmpfindlichkeit der Haut einen merklichen Ein-ſuß auf eine unvolkommene Ausdünſtung ha-müsse. Und betrachten Sie endlich, Sech-stens: die der Kälte so sehr blos gestelte Hän-und Arme eines solchen Kindes, dann wer-Sie sehen, daß selbige auch im warmenZimmer, fürnemlich bei Winterzeit mit blauenund rothen Flecken getiegert sind, zum offen-ersten Beweise eines den Gefässen widerna-lich angebrachten und lange angehalten ha-inden Zwanges. Die Menſchen welche langehaltende kalte Fieber gehabt haben, bekom-am ebenfals nachher, bei der geringsten siederfallenden Kälte ähnliche Erscheinungen ansen Theilen. Wenn Sie ferner die sehrgehaltenen, und unter angestrengten Leibes-Wungen erzogenen Kinder betrachten, dann istwahr, daß diejenigen welche es aushalten,acht allein das äussere Ansehen einer starkenübesbeschaffenheit, sondern alle übrige Pro-einer ihrem Alter völlig ungewöhnlichenAus-
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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