435viele gesammlet, daß selbige nun vermögend sindin die festen Theile, wie oben gesagt ist, hin-reichend würken zu können, dann ist, auch dieKrankheit aus mehr als einer Ursache, undchon deswegen viel gefährlicher, weil nun dieSäfte mit solchen verdorbenen Theilchen ganzangefüllet sind, mithin die gesunden Säfte,ſo bald ſelbige in ihrem ferneren Kreislauf ge-störet werden, sehr leicht von ersteren ebenfalsverdorben, und aſtimiliret werden müſſen. Sehreicht erfolgt sodann der Tod des Kindes, für-nemlich wenn wegen seines Eigensinns, oderwegen verkehrter Zärtlichkeit der Eltern, alle ge-jörigen Mittel, nicht wie es seyn solte, ange-vendet worden. Ich sehe es daher als einenvahren unglücklichen Zufal für jeden rechtschaf-senen Arzt an, wenn er zu solchem krank ge-vordenen, mehrentheils auch eigenſinnigen Kraft-inde gerufen wird, und oft nicht viel andersabei thun kan, als ein Zuschauer und Beobachter,es in Geschwindigkeit sich entwickelnden To-es abgeben: wohingegen mancher Halbgelerte,der niedrig denkende Arzt, sich mit Kurenschwächlichen Kindern groß macht, bei wel-wegen ihrer Schwäche und mehrerenReitzbarkeit der Fasern, geringere und leicht zuerwindende Ursachen, nur gros scheinendekrankheiten hervorgebracht hatten, die durchathaltung, vieles trinken und allenfals absor-rende Mittel, in der Geſchwindigkeit gehobenverden konnten. Bei solchen schwächeren undupfindlicheren Kindern entstehen überhaupt durchDd 2der=
Druckschrift
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Entstehung
Seite
435
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten