Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
417
Einzelbild herunterladen
 

117dem Schlafe sehr zuträglich seyn werden. Ge-ängt einem dieses, dann wird schon das Auf-stehen gleich nach dem Erwachen zur Gewohn-heit; und iſt man einmal dahin gekommen, dannird's nachher nicht so viele Mühe mehr ko-bei dem größer gewordenen Kinde durchge und schickliche Beibringung der Gründe,des Nutzens, welcher unmittelbar aus derfolgung fließet, obgedachte Gewohnheit zuerhalten, und sie nach und nach beim Kin-zur anderen Natur umzuſchaffen.Sie sehen also, mein Freund! daß dasnicht zu viel, aber auch nicht zu wenigen müße. In letzterem Fal würde manſſelben immerhin eine Quelle ſeiner Kraftichen. Da aber der Mensch in sich selbstHang hat, alles was er genenßt, ganzbis aufs äusserste zu genießen, so ist eszu verhüten, daß er nicht dann undzu weit im Genuß gehen solte; er wür-selbst diesem Hang noch mehr den Zügelßen lassen, und durch Leichtsinn geleitet, sei-Gesundheit noch geringer schätzen, wenn erdurch eine andere Gegenkraft davon zu-gehalten würde; ich meine nemlich den un-neidlichen Zwang, welcher aus dem geselli-Zusammenleben fließt, wo es nicht anderskau, als daß einer dem andern sehr oftTheil seiner Gemächlichkeit aufopfern muß.obigem Hang ist es daher kaum zu den-daß der sich selbst überlaßene Mensch nichtCvon