418von dieser Seite böse Gewohnheiten, und da-durch falſche Empfindungen von Bedürfnißzuziehen solte. Jeder Mensch muß sich daherüber den Genuß einer jeden Sache einwißes Gesetz machen, um nur ja nicht zu viezu genießen. Den Schaden des zu wenignießen merkt der Mensch gröstentheils geschwin-de, und ist derohalben denen schädlichengen davon minder ausgeſetzet. Um aberzeitigSchaden des überflüßigen Genußesgenug zu merken, dazu gehoͤret ein GradRechtschaffenheit gegen sich selbst, welchenwenigsten Menschen kennen, noch wissenlen. Und nichts ist doch wahrer, als daßNatur mit wenigem zufrieden sey. Diefahrung aller Zeiten lehret daher unwiderslich, daß Mäßigkeit, wie auch Bewegung,zwar in der freien Luft, die sicherste Ringmauegegen Schwäche und sieches Leben abgebett.Ver-Einen Beweiß davon können Sie aus dergleichung zwischen den à la Trappe, und derKartheuser Mönchen ziehen. Erstere sind nem-lich von dem strengsten Cisterzienser Orden,Beneren Institut zwar nach der Regel desdikts gestiftet, aber doch eigentlich nachherenBernhardus in Ordnung gebracht worden.bürfen nie, so lange sie gesund sind, Flei-eßen: nur einmal in der Woche bekommenetwas Fisch, welcher mehrentheils kein anderer,als Stocksisch ist; ihre übrige NahrungBrodstehet in Gemüse, Mehlspeisen, Käse,ganzund Butter — Zum Trank haben sie ab-
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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