412und alsdann mus er die völlige Befriedigungderselben, als zu seiner Selbsterhaltung undferneren Ausbildung nöthig, wie Pflicht anse-hen. Daß dieſes in ꝺer That mit ꝺer Naturdes Menſchen übereinſtimme, lehret die Erfab-rung, indem der Mensch, wenn er eine gehö-rige Zeit geschlafen hat, und darauf erwachet,sich nicht allein munter, und zu allenschäften aufgelegt fühlet; sondern, wenn erdann den Schlaf wieder herbei zu rufenseinebemühet und im Bette liegen bleibt,Munterkeit und Fähigkeit zu den Geſchäften,mithin seine Kräfte wieder verlieret. Sie sehenalso, daß die Unmäßigkeit hierin die nemlicheFolgen habe, wie bei ꝺen andern BedürfniſtNaturdaß aber auch der Mensch von seinerden nemlichen Fingerzeig dabei habe; und zwardiesen, daß er, wenn er sich wohl befindet,und ohne daß er durch eine äufferliche Ursachtaufgewecket worden, munter wird und sichundquickt fühlt, so gleich aufstehen müsse;wemimmer gegen seinen Endzweck handele,er alsdann länger liegen bleibt, indemdurch jederzeit einen Theil seiner gesammletenKraft gewiß wieder verlieren wird. Dies kanjeder an sich selbst erfahren. Es scheinet abereine sehr beschwerliche Sache zu seyn,Kinder zu lehren, diesem Winke der Naturhierfolgen. Ich wil Ihnen meine Meinungmusber mittheilen. Das Verfahren hierinverschieden ſeyn nach dem Zuſtande des Kin-des, ob es nemlich noch blos als ein We-
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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