Unfähigkeit und Trägbeit des Geistes, soals des Körpers, waren dabei die aus-zeichnenden Meckmale. Ausgemacht ist es fer-er, daß nicht allein ein Mensch vor dem an-ern, nach der besondern Verschiedenheit seineslters, seines Körpers und seiner Geschäftesondern daß selbst ein und derselbe Menscheiner Zeit vor der anderen des Schlafesmehr bedürfe. Da nun der Mensch zufolge ei-unleugbaren Naturgeſetz, die Fähigkeitjedes Bedürfniß empfinden zu können, soer auch in Ansehung des Schlafs, nichtvol durch Schlüsse, als durch Empfindungstimmen können; ob er genug geschlafen habemehr schlafen müsse. Hiebei ist aber wolin erwegen, daß die Einbildungskraft den ReitzlumSchlaf vermehren, mithin auch dessencheinende, aber ungegründete Nothwendig-hervorbringen könne. Müßiggang und Trägsind hier zwei Sachen, welche dieses an-einende falsche Bedürfniß sodann erregen.sehen also, daß der dem Müßiggang undTrägheit ergebene, oder auch nur nachge-EndeMensch seinen Hang zum Schlaf, ebenbenig, als Bedürfniß ansehen dürfe; als derdwelger seine übertriebene Lust zum EssenTrinken. Nur allein der Mensch also,bücher seiner Bestimmung getreu zu leben,seine Zeit zweckmäßig anzuwenden sich be-trebet, darf von dieser Seite, seine Empsin-ingen, wenn sie nur nicht vorher schon sindderben worben, als Bedürfniß annehmen;und
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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