410Schwindsüchtigen keinen Zweifel übrig läßet. Woaber durch irgend eine fremde Ursache,Schärfe dieser Säfte bis auf den Grad steigt,daß dadurch die Schliesser der äusseren Mün-dungen der ausführenden Gefäschen so sehrdannrei tzet werden daß selbige sich verschliessen,ſiecht es bös aus, indem ſodann die Säfte im-mer mehr verderben und die Ausdünstungeher wieder hergestellet werden kan, bis diesekrempfhafte Zuschnuͤrung der Muͤndungen uͤberwunden worden. Jedoch dies gehöret eilich nicht hieher. Ich habe es Ihnen aberallegeführet, theils um zu zeigen, daß sichPhönomenen leicht dadurch erklären lassen: undhauptsächlich deswegen, damit Sie nunmedersjenige, was ich Ihnen ferner von dem warzum Maaß des natürlichen Schlaass zu beo.achten ist, als Korollarien aus der obigen Auf-lösung leicht herleiten und erweitern könntenDie Erfahrung lehret nemlich ganzwidersprechlich, daß zwar der MenschSchlafs, eben so wol als der Ruhe biseinen gewissen Grad bedürfe: daß aber auchübermäßige Schlaf, die Geistes= und SinneKräfte eben so wol schwäche und stumpf mache,als die zu viele Ruhe, die Muskularbewegsten. Erinnern Sie sich hiebei nur anIdeen, welche man schon von alten Zeitenmit dem Epithet verband, das man Personen, die ihr gröstes Glück im Schlafe suchten, beilegte, wenn man sie Schlafmützen nach
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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