Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
409
Einzelbild herunterladen
 

409nommen hatten. Da nun mittels dieser,währender Nacht ſo zu ſagen vorbereiteten, underst in der Morgenstunde zur Würklichkeit kom-menden Ausdünſtung, beim geſunden Menſchennur allein unnütze und verdorbene Theilchenweggeſchaffet werden, ſo iſt 's klar, daß dieſeAusdünſtung für den Körper die heilſamſte ſeynmüsse, indem bei der, bei Tage durch heftige-und beschleunigteren Umlauf der Säfte,ermehrten Ausdünſtung, ganz unſtreitig auchergleichen Theile weggetrieben werden, die demKörper noch zur Nahrung hätten dienen kön-nen.In diesem Umstand liegt die Ursache zumtheil, warum der Mensch, welcher viel schläftund ſich wenig beweget, auch in der Maße desKörpers gewöhnlich mehr zunimt, als derjeni-ge, welcher wenig schläft; obschon dies freilichnicht die einzige Ursache ist, sondern unter an-ren hiebei noch diese gleich in die Augen fält;daß bei der Anhäufung verschiedener Säftenach der Haut, und der schwächeren Bewegungerselben, sich desto leichter die dlichten Theileabsondern, und in die Röhrchen der Fetthaufringen können. Wenn nun beim Schwind-chtigen, bei dem die Säfte schon häu-aufgelöset worden, zu dieser Zeit die Aus-fünftung in den häufigen ermattenden Schweißausartet, so darf man sich darüber gar nichtundern, indem bei demselben die sehr reitzen-ben und zu gleicher Zeit erschlaffenden eiterhaftenTheilchen, diesen Säften häufig beigemischet sind,woran der geſchwinde und kleine Puls derSchwind-