405der inneren Theile mehr geſchehen zu können,weswegen ich den Schlaf auch von dieſer Seiteals Bedürfniß, fürnemlich des Gehirns ansche.Ich bitte deshalb sich zu erinnern, daß dasneugebohrne Kind, ſo lange ſeine inneren Theilemehrerer Ausbildung bedürfen, den gröſtenTheil der Zeit schläft. Alles dieses mus, Drit-tens: im Schlaf um so volkommener gesche-den können, da während den am Tage gehab-ten vielerlei Beschäftigungen und Bewegungen,mancherlei Theile, reitzbarer und empfindlicher,folglich dadurch die Harmonie der Empfindlich,keit der Theile, währendem Wachen gestöretvorden. Da es nun eine ausgemachte Sachedaß jede überspannte und unordentlicheReitzbarkeit so wol, als Empfindlichkeit durchnichts so sicher und volkommen gehoben wer-kan, als durch einen ruhigen, regelmäßigenchlaf: so brauche ich Ihnen hierüber keinenneren Beweiß zu liefern. Endlich wird,iertens: im Schlaf die unmerkliche Aus-zustung noch mehr als verdoppelt. Sonder-iſt es aber, daß dieſes nicht gleich imſten Schlafe, ſondern im zweiten, nemlich inMorgenstunde geschiehet. Die Ursache da-scheint mir in folgendem Umstande zu lie-Sie erinnern sich nemlich aus dem 23tenfe, daß währendem Schlafe die wässerichtenheile des Bluts, sich mehr von lezterem tren-in den äusseren Wassergefässen sich anhäu-und selbige selbst ausdehnen. Dies ge-ſchieht nun in dem erſten Schlafe, wobei dieAus-
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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