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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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395ferner, wie es zugebe, daß zuweilen der Durstauf einmal durch eine kleine Portion eines ge-wißen Tranks gehoben wird, da man nocheben vorher noch so viel von einem anderenTrank, aber vergeblich verschlucket hatte. Esist also auch hier alles relativ. Das Kran-kenbett läst vollends hierüber keinen Zweifel.Das Getränk, welches bei Entzündungsfiebernden Durſt am meiſten lindert, iſt dasjenige,welches die Zähigkeit der Säfte am leichtestenhebt. Ein nicht völlig kalter, sondern mehrlauwarmer, mit Salpeter und anderen gelindensäuerlichen seifenhaften Theilchen, aus dem ve-getabilischen Reiche beschwängerter Trank isthier unſtreitig der beſte. In den faulichten Fie-bern hingegen muß man den Trank ſo kalt ge-ben wie möglich, und denselben mit solchen sau-ren, ja herbe sauren Theilen erfüllen, welcheauch in den Säften noch als solche würken,und nicht völlig im Körper aſſimiliret werdenkönnen, wie z. E. die Vitriolläure iſt. Welcheine Labung ertheilt nicht ein Trunk recht kal-ten, mit Vitriolsäure und einem Syrup häufigbeſchwaͤngerten Waſſers, demjenigen, welcherfaulichten. Gallenfieber danieder liegt? u. s. f.Hieraus können Sie, Mein Fr.! wie ichmeine, zur Genüge ersehen, wie einfach undſicher der Weg der Natur in Anzeigung die-ſes Bedürfniſtes iſt. Wie ſehr wird aber dieliebe Natur hier durch Lust, Vorurtheil, javerkehrte Kunſt verdränget? Dieſes muß ichIh-