379dig ein hinlängliches Vermögen zu würken,folglich ein hinlänglicher Grad der Schärfe er-fordert werde. Da nun der Mensch bei stei-gender Schärfe der Magensäfte immer stärke-ten Hunger bekomt; hingegen nachdem er ge-höriggegessen hat, diese Empfindung auf ei-Zeitlang nicht wieder gewahr wird, soſehen Sie, daß zu der Zeit die Magenſäftenicht so scharf sind, auf den Magen undbrigen Theile so stark würken zu können, daßdurch Hunger erreget würde. Nun wollenalso versuchen, ob wir wol errathen kön-wie die Natur es mache, daß dieſe, durchMagenſäfte und vieleicht auch einigermassenach den Speichel, erregte Empfindung, nur zuissen Zeiten und zwar dergestalt sich einfin-daß selbige mit dem Bedürfniß harmoni-tönne. Alle thierische Säfte halten ge-gallertige, zum zusammenrinnen geneigteeilchen in sich. Je mehrere davon sich inSaft befinden, desto geringer, lehret dieahrung ganz unleugbar, verhält sich dasende Vermögen des Saftes: ja, wo dieseertigen oder schleimichten Theile sich konzentrirtden, da geben sie die sicherste Ringmauerdie Würkung jeder Schärfe ab, wie wirNagen und den Gedärmen, ohne daran zwei-zu können, sehen, indem man eine Mengeschärfsten Sachen, und zwar solcher Sa-die Metalle, Leinewand, Holtz 2c. auflö-wie z. E. die Vitriolsäure, in erstaunli-Menge verſchlucken kan, ohne daß da-durch
Druckschrift
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Entstehung
Seite
379
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten