Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
358
Einzelbild herunterladen
 

933den, daß ihre Theile nicht stärker zusammenhau-Wen-gen als die eines flüßigen Körpers.diese völlige Auflösung aber im Magen glü-lich geschehen sol, dann muß nothwendigher die Speise mit dem Speichel im Mundinnig vermischet worden seyn. Die Erfahrunglehret dieses ja ganz klar bei den ErwachsenDenn welche Art Speisen sind bei denselbenim allgemeinen unverdaulicher, als die breiicten; die von klein zerhacktem Fleisch zubereiteten, und selbst dergleichen zähere, wennflüßige Fleischbrühen? Vermischet manaber im Munde gehörig mit dem Speicheroder kauet man ein Stück Brod mit denseldann merkt man nicht so leicht die Trä-und andere Zeichen der Unverdaulichkeit,ſo leicht auf den Genuß von dergleichensen folgen. Betrachtet man nun, wie dasleichtseinen Brey ißet, dann merkt man sehrdaß solches denselben so geschwinde,ihn im Munde herum zu bewegencket, daß das Kind ſchon ungeduldig wird,die Wärterin mit einem friſchen Loͤffundan den Mund gelangen kan: undsuchet man nachher die Ausleerung, dannbreiiadet man mehrentheils dergleichenSpeiſen, oder noch ſo weiche Gemüßeganz roh, oder ſehr wenig angegriffenundſelben; und ſind welche Theile davonMilchkommen aufgeloͤset worden und mit demsaft ins Blut übergegangen, dann bleibtimmerhin die Furcht, daß diese Theilch