Druckschrift 
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

330Bergmann wil so gar vermuthen (o) daßleicht die Einwohner der neugeschaffenen Erdeaus dem Grunde, weil sie eine reinere Lu-einathmeten, die noch nicht durch die jehäufigen Ausdünstungen so vieler Athemholenden Thiere, so vieler verbrennten und farleden Körper u. s. w. verdorben worden war,zu einem so ausserordentlich hohen Alter gelangtsind. Wenn dieses aber wäre, dann müstedas Leben der Menschen bei jeder steigenalgemeinen Verunreinigung der Luft immermehr abnehmen. Die Erfahrung lehretdaß das nicht ist; und die Kenntniß von deWelt und ihren Kräften zeiget, daß überKraft und Gegenkraft sich findet, durchren wechselsweise und gegenseitige WürkungZirckel der Dinge stets unterhalten wird,von keinen Geschöpfen, so wenig lebendigen,Denals leblosen umgestossen werden kan.grossen Einfluß welchen öfters die unreineStadtluft vor der Landluft auf GesundheitKörpers und Heiterkeit des Gemüths hat,be ich mehrmalen an mir selbst und zwarParis einmal auf eine sehr frappanteerfahren. Ich bekam nemlich bald nach mei-ner Ankunft daſelbſt, die zu Ende Septemberoder Anfangs Octobers war, eine Artwelcmir völlig unbekannten Schwehrmuth,in manchen Stücken im kleinen, demnannten Heimwehe glich. Obzwar meine(4) Anleit. zu chem. Vorles. §. 292.