191auf jede Art, welche nur die bitterste Rach-sucht ersinnen kan. Einige brennen ihreGlieder mit glühenden Eiſen; einige zerflei-ſchen ihre Leiber mit Meßern; andere reißenihnen das Fleisch von den Gebeinen ab;pflücken ihnen die Nägel von der Wurzelaus; und zerreißen und zerdreben ihre Seh-nen. Sie wetteifern miteinander, wer sieam schmerzlichsten martern könne. Nichtsſetzt ihrer Wuth Schranken, als die Furcht,die Dauer ihrer Rache durch die Beſchleuni-gung des Todes der Leidenden abzukürzen,und so grausam sinnreich wißen sie sie zupeinigen, daß sie durch geflißentliches Ver-meiden einer tödtlichen Verwundung, diesejämmerliche Scene oft viele Tage lang nacheinander fortsetzen. Aber allem ihrem Leidentrotz, singen die Schlachtopfer ihren Tod-geſang mit ſtandhafter Stimme immersie rühmen sich ihrer eignen Thaten,spotten über ihre Peiniger und deren Unge-ſchicklichkeit, ihre Freunde und Anverwand-tüchtig zu rächen; drohen ihnen die, ih-Todes wegen bevorstehende Rache; unden ihre unmenſchliche Wuth durch diefindlichsten Vorwürfe und Drohungenmehr. Unter solchen entsetzlichen Qua-eine unerschütterliche Standhaftigkeit zuisen, ist der edelste, höchste Triumph ei-Kriegers. Die Prüfung durch einenlbstmord vermeiden, oder vor ihr zurück-wird für Feigheit und ewige Schan-de
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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