152Sinn nur negativ gewesen; das ist, wir habenaufs beste genommen, durch unsre Bemühun-gen die Hinderniße aus dem Wege geräumt,welche der zweckmäßigen Bestimmung einesDinges wiederstanden. Das mehr thun wol-len bei der Erziehung hat so manchen füraus-Zögling unglücklich abgeloffenen Verſuchgeheckt; und wie mancher Kranke ist daruͤberdurch seinen Arzt oder Wundarzt getödtet,mehr thun wolte, als die Hinderniße, welcheder Erlangung der Geſundheit im Wege ſtanden wegzunehmen? Der Erzieher kan innem Zögling eben so wenig eine neue Krafterschaffen, als der Arzt dem schwachen Kreken, deßen feſte Theile, durch die darin enthtene faule flüßige Theilchen auf einen gewiſtGrad erschlaffet worden, im eigentlichenstande neue Kräfte geben kan. Nur kanArzt in dieſem Fal entweder die erſchlaſſeEigenſchaft der flüßigen Theile heben;durch einen herfürgebrachten Reitz in den festenTheilen, die Bewegung derselben vermehren,und dadurch die Absondrung der faulichTheile begünſtigen. Nicht anders verhältſich bei der Erziehung. Bei derſelben kan mim physischen nichts mehr thun, als die eiglichen phyſiſchen Kräfte ꝺes Zöglings, ꞺurWegräumung alles ꝺeſſen, was der gehoͤrigtNahrung und Erhaltung des Körpers im Wes-stehet; und durch die, mittels gehöriger Uebunsvermehrte Fertigkeit in allen und jeden Bewegungen und Veränderungen des Körpers
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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