fürste Zeichen guter Köpfe an. Ueberhaupt wares bei den Römern ein hauptsächlicher Punktder Sorgfalt ihrer Erziehung, daß der Jüng-ling nicht allein ſeinen Leib ſehr übte, ſondernin Führung der Staatsgeſchäfte gehörige UebungundFestigkeit erhielte. Denn es kam hier nichtauf Patrocinanz, oder Reichthum an, um inden Rath zu kommen, sondern öffentlich an-erkanntes Verdienſt war es nur allein, welchesden Weg dazu bahnte. Der Jüngling giengdaher in Krieg; hielt ſich aber nach ſeiner Zu-rückkunft wieder zu einem angesehenen Rechts-kundigen oder Staatsmann. Dieser war zu-gleich ſein Lehrer in der Redekunſt. Der Jüng-ling beſuchte ferner die öffentlichen Gerichteund Volksverſammlungen; er hörte die Redenseiner Mitbürger bey Klagen, Vertheidigungenund Berathschlagungen über Staatsgeschäfte;unterredete sich darüber mit seinem Anführer,und wiederholte das gehörte bey einer fruga-len Mahlzeit mit seinen Verwandten, oder mitjungen Leuten von gleichem Alter. So erwarber sich mit einer männlichen Beredsamkeit zu-gleich praktische Kenntniß von den Pflichten,von den Rechten und dem Intereſte einzelnerBürger und des Staats. Er privatisirte biszu einem durch Gesetze bestimmten Alter, unddiente dann in den Staatsämtern von untenauf bis zur höchsten Würde, zum Consulat.Hier haben Sie nun M. Fr. einen kur-zenSchattenriß von den Bemühungen der äl-teſten
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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