110Er war seinem Sohn Grammatiker, Rechts-lehrer und Fechtmeister; er übte ihn im Spießwerfen, im Fechten, Reiten, Ringen; er 8wöhnte ihn Froſt und Hitze zu ertragen undüber reißende Ströme zu schwimmen. Und imMoralischen scheute er sich vor seinem Sohn,wie Plutarch im ältern Cato erzählt, ebenſo, als vor den Beſtalinen, in deßelben Ge-Họtgenwart etwas unmoralisches zu sagen.ratz erzählt ebenfals (a) mit wie vieler Sorgfalt sein Vater ihn selbst erzogen, und ihndurch Beispiele und Erfahrungen von anderenklug und fürsichtig zu machen bei jeber Geldgenheit bemüht gewesen wäre. Man lies diejungen Leute, außer den manchfaltigen Spie-len zur Leibesübung, auch Verstandspiele spie-len. Plutarch erwähnt eines solchen imben des jüngern Kato. Der eine war nen-lich Richter; ein andrer Kläger; ein andrer Bisklagter; einer Sachwalter und einige Gerichts-diener. Die Form der Gerichte wurde genaunachgeahmt. Klaͤger und Beklagte hielten ihnReden; der Richter rathschlagte mit seinenBeisitzern, und lies das mit gehörig angegebtnen Ursachen gesprochne Urtheil vollstrecken.Sie hielten auch ausserdem sehr viel aufMnemonik oder Gedächtnißkunst, und suchtendas Gedaͤchtniß auf allerlei Weiſe zu übenQuinctilian sahe ein gut Gedächtniß, welchesleicht faßt und treulich behält, als das sicher(a) Satyr. 1.1.4.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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