112teſten Völker, in Rückſicht auf die ErziehungIch weis es, Ihre Seele iſt ſeitdem noch umein vieles mehr mit Hochachtung gegen dieſwürdigen Väter ihrer Kinder und des Staatsangefüllt worden. Es war ihnen nicht genusihr Land zu bevölkern um nur viel daraus ziehetzu können, sondern jeder wurde so gebildedaß er das Wohl des Staats als ſein eignesWohl ansehen muste; dagegen waren die Ge-ſetze auch der eigentlichen wahren Staatsklusheit angemeßen, welche nemlich einsiehet, daßohne treue, ſtarke, kluge, verſtaͤndige und gsittete Einwohner kein Staat sicher seyn kanwenn man auch noch so viele Festungen in demselben anlegt. Welche Sorgfalt ließen sie nichtauch in den geringsten anscheinenden Kleiniskeiten blicken, um zu beobachten, ob dieſeoder jenes dem Koͤrper ſeine Stärke raubenkönne? Wie sorgfältig verhüteten sie alle Se-lenansteckung, durch Verschanzung ge-fremde Sitten. Sie machten die Religion mehrzur Angelegenheit des Herzens, als des Verſtandes. Ihr Beſtreben in ihren Kenntnißeund Wißenſchaften gieng mehr dahin ſelbiganschauend zu machen, es konnte also nichtbeim bloßen Wißen bleiben, wie es bei daSymbolen mehrentheils geschiehet, sondernmuſte bis ins Herz dringen, daſſelbe zur Er-reichung des vorgestelten und gleichsam ausſchauten Endzweckes anfeuren. Gute Hatlungen wurden daher öffentlich gelobet,was noch mehr ist die Belohnung dafür konnte
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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