108Volk gab ihm Beifal, und rief einen andernauf, der den Vorschlag mit wenig Wortenthat, und deßen Nahme, mit gänzlicher Ver-schweigung des erstern, in das Gesetz eingerücket ward. Welchen Eindruck musten der-gleichen Vorfälle nicht auf die Seelen der jungen Leute, ja Kinder haben, ihnen Abſchelfür jede schlechte That einflößen! — Auchdurften die Spartaner nicht wie die Athenienser, die Aufsicht ihrer Kinder irgend einenSclaven, oder wie bei uns mehrentheils 8schieht, einem ungeübten, wenigstens inWelt noch unbekannten flüchtigen Gouverneuübertragen: Denn Lykurg verordnete,diese Aufsicht von den alten Spartanern,das Ruder des Staats geführt hatten,nommen werden solte. Keine Jugend übertreauch die Spartanische an Gehorsam.Achtung gegen Alte, war bei ihnen eigentlichNationaltugend: Nur hatte der HagestolzRecht sie zu fodern. — Wie heilig warlich die Freundschaft nicht bei ihnen?Freunde standen sich untereinander mehrLeben und Tod bei und liebten sich mehrdie Spartauer. Die so genannte heilige Scheunter ihnen bestand aus lauter solchen durchFreundschaft und Liebe an einander gekettetenFreunden und wurde wie unüberwindlichhalten. In dem Treffen bei Chäronea lassie alle auf einem Haufen. Philip der Ma-donier rief bei diesem Anblick aus: verflugtmüsse der seyn, welcher auf solche Männer
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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