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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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107rung zum Krieg, hielten sie es doch immerrühmlicher wie Plutarch im Pelopidas sagt,einen Krieg durch gütliche Unterhandlungen,als durch Waffen zu endigen; daher sie auchim erſtern Fal einen Farren, und im letztennur einen Hahn opferten, welches bei den Rö-mern umgekehrt war. Wenn einer unter ih-nen irgend eine ſonderbar ſchlechte Handlungbegangen hatte, so blieb demselben davon derSchandfleck mehrentheils auf immer ankleben.Gellius führt aus dem Aeschines eine Bege-benheit an, (a) welche von dergleichen morali-ſcher Aufſicht und zärtlichem Volksgefühl ei-nen unwiedersprechlichen Beweiß liefert. EinSpartaner, der durch die Schändlichkeit sei-nes vorigen Lebens eben so berüchtigt, als we-gen seiner Beredsamkeik berühmt war, brachtevor dem Volk eine Sache in Vorſchlag, die ansich vortreflich war, und unterstützte sie mittiner ſchoͤnen Rede. Die Epboren und dasVolk billigten einstimmig den Vorſchlag, undwolten eben darnach ein Gesetz machen. Datrat ein alter Spartauer auf und ſagte: wiekönnen wir hoffen, daß diese Stadt und Re-publick in guten Zustande und unüberwindlichbleibe, wenn wir uns von schändlichen Men-ſchen rathen laßen? iſt der Vorſchlag gut undanständig, ey so laßt einen andern, rechtschaf-feyen, tapfern, wenn auch unberedten Mannauftreten, der ihn dem Volke antrage. DasVolk(1) Lib. 18. Cap. 4.