106als z. E. das Aussetzen der neugebohrnen Kin-der, an welchen die Aeltesten bei der Besichti-gung einen Fehl bemerkten; die mehrentheilsjährliche Ermordung vieler Sclaven, als wel-ches aus Besorgniß wegen ihrer Vermehrunggeschah. — Ferner die Erlaubniß welche ihrenKindern gegeben wurde Eßwaaren zu stehlen;wofür sie zwar wenn man sie darüber ertapptemit Schlägen und Hunger stark bestrafet wur-den u. s. w. so kan man doch an der ande-ren Seite, ohne ungerecht zu seyn nicht undterlaßen, sie in vielen Stücken fürnemlich darin,wie alles so sehr mit Klugheit auf die Errei-chung des beſtimmten Endzweckes eingerichtetwar zu bewundern. In allen lebte ein Triebnach einerlei Ruhm, nach dem Ruhm des gutten Bürgers; des Lebens und Sterbens fürsVaterland. Phocion schickte daher seinen untgerathenen Sohn, wie Plutarch in deßen Le-ben erzählt, nach Sparta, in Hofnung daßdaselbst auf beßere Wege kommen würde. Ob-zwar die Spartaner sich um keine eigentlichesystematische trockne Gelehrsamkeit bekümmerten,so zeichneten ihre Geisteskräfte sich doch an vie-len Seiten aus, wie solches die bekannten la-conischen Reden und Antworten zur Genügezeigen. Ja Plato sagt im Protagoras, dieLacedämonier hätten alle Griechen an Gelehr-samkeit übertroffen, hätten aber ihre Gelehr-samkeit geheim gehalten, und mit den Sophi-sten nur mit verschloßnen Thüren disputirt,Ohnerachtet ihrer ſteten und täglichen Anfüh-rung
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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