104unterscheidet noch nicht genug; und es bleibengewisse Ideen hangen, welche nicht leicht wie-der herausgerissen werden können. Die Erdichttung des Hesiodus vom Kaelus, wie Saturnihn beſtraft, was Saturn gethan, und vonseinem Sohn erlitten hat, muß, wenn sie auchwahr wäre, unbedachtsamen Jünglingen nichtbekannt werden. Gott muß in Gedichten, Ge-ſängen und auf der Bühne ſo dargeſtelt wer-den, wie er ist. Gott aber ist gut; was gutist, ist nicht schädlich; was nicht schädlich ist,ſchadet niemanden; was niemanden ſchaꝺet,thut nichts böses; was nichts böses thut,keines bösen Ursache. Gott mus also nicht alsUrsache des Boͤsen dargestelt werden. Matmus deshalb nicht den Irrthum Homers amnehmen lassen, den er von den beiden Ge-fässen des grossen Jupiters an der Schwelltſeines Pallaſtes, angefült mit dem Guten undBoͤsen des menschlichen Lebens, lehrt. Ich kanes auch nicht loben, wenn der Dichter desBruch des Eides dem Jupiter und der Minerva beimißt; wenn vom Aeschylus die jungen Leute hören, Gott wisse es, wenn er eineFamilie stürtzen und ausrotten wolle, schonzu machen, daß der Mensch selbst Ursache undGelegenheit dazu gebe; wenn er die Götterniedere Gestalten sich verwandeln und darin erscheinen läßt; (da doch Gott ein volkommentWesen und jeder Verschlimmerung seines Zu-ſtandes unfaͤhig iſt;) wenn Jupiter ꝺen Agmemnon durch ein nächtliches Gesicht hinter-zehl
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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