103(a) daß um ein guter Dichter zu werden, manvorher ein guter Mensch müsse geworden seyn.Und an einem anderen Ort sagt der nemliche (b).Man unterrichtete die Kinder zuerst in denDichtern, nicht des Vergnügens sondern gu-ter Sitten und Kenntnisse wegen.Es scheint aber daß viele, durch der-gleichen Unterricht und Erzählung von unmo-ralischenPhantasien; oder wunderbaren undſchrecklichen Mährchen, als die von den La-mien 2c. bei den Kindern, bei welchen derHangzum wunderbaren um so leichter zu er-regen ist, manchmal Schaden angerichtet ha-ben.Plato sahe dieses sehr deutlich ein. SeinRaiſonnement iſt ſo vortreflich, ſo meiſterhaft,nachahmungswürdig, daß ich es ganz, sowie Mangelsdorf es aus dem 2ten 3ten und3e huten Buch seiner Republik ausgezogen an-führet, (c) Ihnen hiehinsetze. Er tadelt nem-den Hesiodus und Homer wegen unmo-ralischer Vorstellungen, und sagt: Wenn diejungen Leute von den Fehden und Kriegen derRitter, Heroen und Giganten lesen und hören;ſo werden ſie nicht immer ruhige Bürger ſeyn.Sie müssen nichts davon lesen, wie Juno vonihrem Sohne gefesselt, und Vulcan darum,weil er seiner Mutter beistehen wil, vom Him-mel herabgeworfen wird. Denn der junge Menſchunter-(2) L. 8.(b)(⁸) Versuch einer Darstell, 2c. S. 20.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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