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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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102umkehrt. Nach dem Plutarch schnitten dahereinsmals die Ephoren, dem HarfenschlägerPhrynis, welcher seine Harfe nicht mit sieben,sondern mit neun Saiten bezogen hatte, zwoSaiten herunter. Ein anderer Namens Timotheus, der das nemliche gethan und dieMusik hatte vervielfältigen und weichlicher ma-chen wollen, wurde so gar deshalb des Landesverwiesen. Terpander, einer der grösten Tonkünstler seiner Zeit, der, nach Plutaxchs Er-zählung in der Abhandlung von der Muſik,einsmals einen Aufruhr in Sparta durch ſeinKunst gestillet hatte, ward hart gestraft, daßer, um mehr Abwechslung in den Ton zubringen, eine Saite auf ungewöhnliche Art gestimmt hatte. Und in Athen war es bei tau-send Drachmen verboten, fremde Sänger auf-zuführen.Auch von der Dichtkunst erwarteten sie zuoben bemeldtem Endzweck sehr wolthätige Ein-sluͤsse. Ihre ersten Gesetzgeber waren mehren-theils selbst Dichter, oder bedienten sich dersel-ben zur Ausführung ihrer Absichten. Als Lykurg seinem Vaterlande eine bessere Staatsver-fassung zu geben bemühet war, und auf seinenzu dieser Absicht angestelten Reisen nach Kretakam, hielt er sich sehr zu dem LiederdichtenThales, und überredete ihn, nach Spartazu gehen, und durch ſeine Geſänge ihm dieBahn zu brechen. (a) Ja Strabo sagt sogar(a) daß(a) Plutarch. in Vita Lycurgi.