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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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sie glaubten auch, daß wer schuldig sey noth-wendig zuweilen eine Lüge sagen müsse. EineErfahrung die ſich bis auf den heutigen Tagnoch immer bestätiget hat. Von den Griechenund Römern nächstens. Bis dahin bin ich 2c.Zwölfter Brief.Denn je eine Geschichte, Mein Freund! Be-weiſe liefert, daß der Menſch die Anlage hat,unglaublich schwere Sachen thun zu können,wenn nur sein Wille gehörig gelencket wird,so ist gewiß keine darin ergiebiger als die deralten Griechen. Allein es ist kein Wunder;denn, wenn man ihren Patriotismus betrach-tet, ſo findet man in demſelben nicht die ruhi-ge Neigung, das ſtille Wohlgefallen am vater-ländiſchen Boden, Sitte und Gewohnheit, ſon-dern er war, wie Mangelsd. sagt (a) eineLeidenschaft, welche um deſto mehr ſtürmte undtobte, je enger ihr Bezirck war. Wenn dieseFlamme aufloderte, verzehrte ſie in einem Nujedes Gefühl von Befreundung mit dem übri-gen Menschengeschlechte. Diese Vaterlandslie-be, welche aus der Abtreibung gemeinsamerGefaren entſteht, muſte freilich in dem MaaßeFeuer(2) Im angef. Buch. S. 46. 47.