abgeben. — Der jüngere Stand sahe hier alsoimmer Gehorsam vor seinen Augen, und dasGehorchen ward schon durch Beispiele bei ihmzur anderen Natur. — Die Achtung der Jüng-linge gegen die Erwachsene litte aber auch nichtsdabei, denn die Ehrfurcht der ersteren gegendie Alten war bei ihnen in einem hohen Gra-de; und noch nachher unter der persischen Mo-narchie, durfte ſich kein Jüngling in Gegen-wart der Alten ohne Erlaubniß niederſetzen.Sie wurden auch dabei immer in der Thätig-keit erhalten, und überzeugten sich von derWahrheit der groſſen Lehre, daß Würcken, dieeinzige reine Quelle des Genusses ist, und daßaller Genuß in dem Grade Vergnügen ſchaft,in welchem man durch Arbeit und Mühseelig-keit dazu gelangt.Der zweite Grundsatz war: Tugend istAngewöhnung, und die moralischen Be-griffe sind relativ. Kinder müssen also un-ter Aufsicht in jene Verhältnisse gesetzt wer-den, wo sie in einem Augenblicke gleichsamdenken und handeln. So übt sich ihr Ver-stand im richtigen Denken, und findet dieLehre durch Ausübung. Die persischen Leh-ter gaben eigentlich nirgendworin einen wis-senschaftlichen Unterricht, nur das Kriegswesen,und die Kenntniß von heilsamen und schädlichenKräften der Pflanzen abgerechnet, wie solchesXenophon bezeugt. (a) Ihre Schule beſtandgrösten-(⁴) L. c. Cap. 8.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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