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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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müsse, sondern jeder muste bei seinen Obernangeben, wovon er lebe und wer hier derWahrheit untreu war, lief Gefahr für seinLeben.In ihren Schulen unterrichteten die Priester-Hier hörte man aber keine spitzsindige Distink-tionen, Grübeleien, oder wol gar restrictio-nes mentales; sondern bei Lehrung ihrer Mo-ral war überal das Principium Dieses ſolſtdu thun, weil es dir nützlich ist; und jenesfolst du lassen, weil es dir schädlich ist; wieund warum dieses oder jenes nützlich oderschädlich seye, darüber durften sie nicht ver-nünfteln, sondern liessen solches zu thun denPriestern, und gläubten denselben. Sie liefenaber hiebei in keine Gefahr durch eine schädli-che Politick einer Hierarchie verführet zu wer-den: das Interesse der Priester fiel dabei weg;und um so mehr weil ihre Ge= und Verbotedurch sinnliche Gegenstände oft dargestelt; siemithin ihre eigne Augen und Ohren zu ihrenLehrmeistern in der Sittlichkeit annehmen konn-ten. Um sich aber hierin zu erhalten, sahen siees als eine nothwendige Staatsmaxime an,auf alle Weiſe zu verhüten daß ausländiſcheSitten ins Land kämen. Dies gieng bei ihnenso weit, daß man so gar keinem Künstler ge-stattete, neue Darstellungen nach seiner Phan-taſie zu machen, aus Furcht, es moͤchte da-durch irgend eine angenommene Sitte verän-dert und verdorben werden. Plato sagt des-halb..