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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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#Zehnter Brief.er Nutzen, ja Nothwendigkeit der Mäßig-keit zur Erlangung und Erhaltung der Stärkedes Körpers war den Alten ganz bekannt; undgewiß hatten sie in Beobachtung der hieraufſich beziehenden Regeln die gröſte Sorgfalt vonallen Seiten gerichtet, und übertrafen uns da-rin ſehr weit. Denn man kan ohne Furchtjetzt behaupten, daß mehr als ein Drittheil derKrankheiten, in der Unmäßigkeit, fürnemlichim Eſſen ihren Urſprung haben. Gewiß liegtmit eine Urſache der weit geringeren Anzal derKrankheiten, ja des längeren Lebens der erstenNationen, von welchen die Geschichte uns auf-bewahret worden, in ihrer so pünktlich beob-achteten Mäßigkeit. Erinneren Sie sich nurmit mir an das patriarchalische Leben, wo diegröste Nahrung in Milch und Käse bestand;und wo der Gäumen nicht durch mehrere Ab-wechslung gereitzet und der Mensch verführetwurde mehr zu eßen, als ihm seine Natur,mittels des natürlichen Hungers zu bedürfen,anzeigte. Ja, es waren bei den Alten ganzeVölker, denen die Diät durch Geſetze vorge-schrieben und durch Religion geheiligt war.Ich rede hier nicht allein von den Israeliten;sondern das nemliche galt bei den ältesten Aegyp-tiern und den Spartanern. Die Kinder derer-