den Leib ſchütten. Andere giengen in dem Fallzuweilen im kühlen spatzieren. — Diesen Ortnannte man Frigidarium: es war auch einwarmer Ort, der entweder eine trockne Wärme,oder auch warme Dünste enthielte, und Cali-darium genannt wurde, und eine Art Dampf-bad war. Ausserdem hatten sie noch einesdritten Ort, welcher in Rücksicht auf den Gradder Wärme, zwischen obigen beiden das Mittelscheint gehalten zu haben und Tepidariumhieß. Dieses diente theils denjenigen die ausLust, oder der Gesundheit wegen darin spatzie-ren giengen: theils solchen, die das warmoder kalte Bad brauchen und sich vorher dazuhier vorbereiten zu müßen glaubten, wennbefürchten musten, daß der dem Körper aufeinmal angebrachte Grad der Kälte oder Hitzedes Bades, ihnen schädlich seyn könnte. (a)Bei steigendem Luxus ließen einige den Bä-dern, hauptsächlich aber den kalten, allerleiwolriechende Sachen zumischen. Lampri-dius ſchreibt daß Heliogabal ſich nie kalt gebadet hätte, ohne vorher das Bad mit Saf-ran und anderen kostbaren Salben beschwän-gert(a) Nach Buͤrette Memoires de l'Acad. R. des Inſer.belles Lettres. T. 1. Memoire pour servir à l'histoire dela sphæristique des anciens, legten hier diejenigenwelche ſich baꝺen wolten, ihre Kleider hin, obwolMercurial einer anderen Meinung ist. Nach Aussagtdes Aristoteles war auf den Diebstal dieser Klei-der eine viel schärsere Strafe gesetzet als auf ge-wöhnlichen Diebstal.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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