75ren Leibesübungen für eine der nothwendigstenVerrichtungen hielten.Bei den Griechen waren zwar zu den Zei-ten des Hippokrates noch keine öffentliche al-gemeine Bäder errichtet; sondern scheinen zurZeit des Asclepiades und Pompejus zuersterbauet worden zu seyn. Nachher ward aberdas Baden algemein unter die Gymnastik nichtallein aufgenommen, sondern dergestalt überalalgemein eingeführet, daß nirgendwo ein Gym-nasiam gefunden wurde, in welchem nicht Bä-der angelegt waren. Selbst lies jeder der nuretwas in seinem Vermögen hatte, sich in seinenHause ein Bad erbauen. Uebrigens beobachte-ten sie bei dem Baden verschiedene wichtigePunkten, wovon ich die vornehmsten kürzlichanführen werde. Erstlich welche Bider es wären,und welche Oerter eigentlich zum Baden be-stimt waren. Einige Bäder bestanden nemlichentweder aus süssem Wasser, welches aus denWaſſergängen; oder aus den Flüſfen, oder ſonſtaus den Brunnen genommen worden. Der Kai-ser Nero lies so gar Seewasser in Rom zuſeinen Bädern brauchen. In Anſehung des Or-tes waren die Bäder ebenfals sehr verschieden;zuweilen giengen sie ins lauwarme, oder auchwarme Bad; andere badeten aber im kaltenWaſſer. Einige wenn ſie warm gebadet hat-ten, giengen, wenn sie merkten daß der Kör-per dadurch wäre angegriffen worden, ins kal-te Bad, oder liessen sich kaltes Wasser überden
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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