62sie sehr die Bewegung auch bei diesen zu über-treiben, und wolten durchaus daß sie um somehr, je näher sie nach dem siebenten Jahrewären, verschont bleiben solten. Aristoteles(a) und Galen (b) haben schon zu ihren Zei-ten sehr daruͤber geseufzet, daß man die Kna-ben zu frühe und zu stark zu den Leibesübun-gen anhielte; und dadurch sehr oft ihrer völli-gen Ausbildung, und Ausrüstung wiederstünde.Merkwürdig ist es, daß unter allen denen diein den olympischen Spielen gekrönet sind, nurdrei gefunden worden, welche als Jünglingeund Männer in beiden Zeitalieren den Sieg er-halten haben. Ein Beweis also daß durch der-gleichen übertriebene Bewegungen bei den Kna-ben mehrentheils das eigentliche körperliche Ver-mögen und Kraft geschwächet wird. Sie mu-sten daher öfters und lange, aber nie unmäßiggeübet werden.Mit dem Maaß der Bewegung verbandenaber die Alten hauptsächlich die besondere Gat-tung derselben. Zu diesem Ende, und um der-selben verschiedenen Endzweck und Nutzen zubestimmen, theilten sie derohalben die Uebungenvon dieser Seite in drei Claßen ein; die ersteGattung hieß bei ihnen die vorbereitendeBewegung (παρασκευαστικὸν γυμῖδσιον.)Zufolge dem Galen (c) war selbige eine zwargehörig(a) 7. polit. Cap. 4.(b) 1. de tuend., sanit. Cap. 10.(c) 3. de tuend. Valet. Cap. II. 12.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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