33Abend die Leibesübungen am rathsamsten ge-halten. Galen schreibt auch (a) daß der fürseine Gesundheit sehr sorgsame Kaiser MarcusAntonius bei den kurzen Tagen, gegen Son-nenuntergang, in den längsten Tagen aber ge-gen 9. oder höchstens 10. Uhr auf dem Spielund Kampfplatz sich geübet habe. Nach demMartial zu urtheilen war diese Zeit wol diegewöhnlichste in dieser Absicht zur Bewegung. (b)Nach dem Sophocles und Pausaniaswurden die Gymnasien bei den Griechen vorSonnenaufgang geöfnet, und sodann mit denleichteren Bewegungen angefangen; die heftigereaber ſpäter gehalten.Ausserdem wurden aber hierüber noch fol-gende Hauptregeln beobachtet, daß nemlich 1lich.nie nach genommenem Essen eigentliche Leibes-übungen gemacht wurden. Hippokrates, Ga-len ja alle ältere Aerzte stimmten darin über-ein, 2tens, daß auch die Bewegung nachhernach dem Essen nicht eher gehalten würde, alsbis die natürliche Ausführungen würklich vorsich gegangen wären. Hierauf hielten sie sehrviel; und wie wichtig dieser zu unsern Zeitenbei der Erziehung so sehr vernachlässigte Um-ſtand auf Geſundheit und Stärke des Körpersseye, werde ich Ihnen zu einer anderen Zeitausführlich darthun. 3tens. Auch durften beiwürklich(a) 6. de tuend. Valet. Cap. 5.(b) Lib. 4. Epigr. 8.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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