Schweinenfleisch gestattet. Andere verfielen aufZiegenfleisch, und nach dem Martial (a) aufDrüsen von wilden Schweinen. Zuletzt genoßensie aber allerhand Fleisch, und würzten meh-rentheils ihre Speisen mit Dill: eine ihrerFavoritſpeiſen war Schweinen oder auch anderFleisch mit Dill gewürzet, mit einem unge-gohrnen groben Brod vermischet und mit einerGattung weichen Käses durchknetet. Sie nann-ten diese Speise Coliphium. Sie aßen überdie Maßen viel, ja Galen behauptet (b) daßsie öfters wären gezwungen worden mehr zuessen, als sie hätten verdauen können. Er sagt,daß ein Athlete es für eine höchstsparsame Mahl-zeit angesehen habe, wenn er nur zwei PfundFleisch und eine verhältnißmäßige Menge Brod-tes für seine Mahlzeit bekommen habe. Javon dem berühmten Milo von Croto erzähltman, er habe zwanzig Pfund Fleisch und soviel Brod essen, wie auch ungefehr fünfzehnBouteillen Wein trinken können. Sie warendagegen auch allerlei Krankheiten, ja wie Ari-stoteles sagt, (c) allerlei Verunstaltungen desKörpers unterworfen. Obzwar sie unordentlichden Tag durch aßen, bekamen sie doch eigent-lich ihre Hauptnahrung nur des Abends, weilman glaubte daß des Nachts die Verdauungbesser von statten kgienge. Es war aber dochkein(a) Epigr. 82.(b) 7. Method.(c) De Generat. Animal. L. 4. C. 3.
Druckschrift
Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten